Krisenkompetenz
- Kathrin Schachtschabel

- 21. Juni
- 2 Min. Lesezeit

Konfliktbewältigung – Wenn Neurotransmitter und alte Verletzungen unser Leben beeinflussen
Warum reagieren wir manchmal viel stärker, als die Situation eigentlich rechtfertigt? Warum wiederholen sich bestimmte Konflikte über Generationen hinweg?
Welche Rolle spielen dabei unsere Neurotransmitter, unser Nervensystem und die Geschichte unserer Familie?
Diese Fragen beschäftigen heute nicht nur Psychologen und Traumaforscher, sondern auch viele Menschen, die sich auf einen Weg der persönlichen Heilung begeben haben.
Konflikte beginnen selten im Hier und Jetzt
Ein Streit mit dem Partner, eine Auseinandersetzung mit Kollegen oder das Gefühl, ständig nicht gesehen zu werden – häufig scheint der Auslöser offensichtlich.
Doch oft ist der aktuelle Konflikt nur die Spitze des Eisbergs.
Unter der Oberfläche wirken:
alte Kindheitserfahrungen
ungelöste emotionale Verletzungen
familiäre Prägungen
transgenerationale Traumata
unbewusste Loyalitäten gegenüber unseren Ahnen
Wir reagieren dann nicht nur auf die aktuelle Situation, sondern auf die Summe aller ähnlichen Erfahrungen unseres Lebens.
Die Sprache des Nervensystems
Unser Gehirn speichert belastende Erfahrungen nicht nur als Erinnerung, sondern auch als Körperreaktion.
Das autonome Nervensystem entscheidet innerhalb von Millisekunden:
Bin ich sicher?
Muss ich kämpfen?
Muss ich fliehen?
Muss ich erstarren?
Dabei spielen verschiedene Neurotransmitter eine zentrale Rolle.
Adrenalin – der Konfliktbeschleuniger
Fühlen wir uns bedroht, schüttet der Körper Adrenalin aus.
Folgen:
erhöhter Puls
Muskelanspannung
schnellere Atmung
eingeschränkte Reflexion
Der Körper bereitet sich auf Kampf oder Flucht vor.
In diesem Zustand können wir kaum empathisch zuhören.
Cortisol – der Stressverstärker
Bleibt ein Konflikt ungelöst, steigt oft der Cortisolspiegel.
Chronisch erhöhte Werte können fördern:
Schlafstörungen
Erschöpfung
Entzündungsprozesse
depressive Verstimmungen
Konzentrationsprobleme
Viele Menschen leben jahrelang in einem unterschwelligen Alarmzustand.
Serotonin – innere Stabilität
Serotonin unterstützt:
emotionale Ausgeglichenheit
Impulskontrolle
Vertrauen
Wohlbefinden
Chronischer Stress und ungelöste Konflikte können die Serotoninbalance beeinträchtigen.
Oxytocin – das Bindungshormon
Oxytocin fördert:
Mitgefühl
Nähe
Vertrauen
soziale Verbundenheit
Interessanterweise kann bereits ein wertschätzendes Gespräch die Oxytocin-Ausschüttung erhöhen und Konflikte entschärfen.
Spannend
Im nächtsten Blog: Können Traumata vererbt werden?
Impuls aus der Oase für Gesundheit
"Vielleicht besteht die größte Aufgabe unseres Lebens nicht darin, gegen unsere inneren "Dämonen" zu kämpfen, sondern sie anzusehen und zu sagen: Ich kenne dich. Ich kenne deinen Namen. Und nun darfst du gehen."
Kathrin Schachtschabel
Oase für Gesundheit – In der Stille geschieht Wandlung 🌿✨



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